15. Dezember


Daniel Kümmling

Advent bedeutet bekanntlich „Ankunft“, ist aber sprachlich auch mit dem Wort  „Abenteuer“ verwandt. Logisch: Wer sich nicht irgendwann auf das Abenteuer einlässt, aufzubrechen, der kann auch nirgendwo ankommen.

Auch alle Menschen, die an der Weihnachtsgeschichte beteiligt waren, haben sich allesamt aufgemacht, um irgendwo anzukommen: Josef und Maria wollten nach Bethlehem, die Hirten zum neugeborenen Retter, die Engel zu den Hirten, die Gelehrten zum neuen König und Gott wollte zu den Menschen. An Weihnachten ist niemand von ihnen zu Hause geblieben.

Mein Name ist Daniel Kümmling und ich hab mich irgendwann auch mal auf ein Abenteuer eingelassen. Und ja, Weihnachten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Denn an Weihnachten habe ich als kleines Kind das erste Mal verstanden, dass Gott seinerseits ein Abenteuer auf sich genommen hat, um bei mir anzukommen. Und seit dem lebe ich mit diesem Gott, der alles für mich aufgegeben hat, um mit mir zu leben.

Viele Jahre später habe ich mein zu Hause in Hessen und meinen ursprünglichen Beruf als Ingenieur verlassen, um mich auf das Abenteuer einzulassen, in der Kirchgemeinde Großgrabe als Jugendmitarbeiter und Lobpreisleiter zu arbeiten. Das mache ich jetzt schon seit sieben Jahren. Ich möchte dazu einladen, in Weihnachten mehr zu sehen als ein Fest, das man nur zu Hause unterm Tannenbaum erlebt, sondern darin die Einladung zu einem Abenteuer zu erkennen, dessen Ziel die Ewigkeit ist, die uns ins Herz gelegt wurde. Und ich freu mich darauf, wenn wir uns dann dort unsere Abenteuergeschichten erzählen werden. Welche wirst du erzählen?

In diesem Sinne wünsche ich dir eine abenteuerliche Adventszeit und ein bewahrtes Ankommen.

Viele Grüße,
Daniel Kümmling