19. Dezember

Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud,
als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid?
Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht,
da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht.
(EG 11, 3)


Kirche Zum guten Hirten Quatitz
(Ev.-Luth. Kirchgemeinde Quatitz)

Die Kirchgemeinde Quatitz ist 1899 mit der Errichtung der Kirche
nach Plänen von Architekt Ernst Giese entstanden. Der schlanke Turm der
neoromanischen Basilika gilt als weithin sichtbare Landmarke in der Bautzener Gefildelandschaft.


Bemerkenswert ist das Altarbild von Karl Gottlob Schönherr, das Christus als den guten Hirten darstellt. Den Namen «Zum Guten Hirten» erhielt die Quatitzer Kirche aber erst 1977 auf ihren Antrag vom Landeskirchenamt Sachsens bestätigt.

In den siebziger Jahren wurde die Kirche erstmals saniert, die Innenausstattung nach den Plänen Gieses restauriert. Dem Geschmack der Zeit folgend erhielt das Kirchenschiff die nüchtern weiße Ausmalung, die das Innere der Kirche bis heute prägt.

Auch wurde in diesen Jahren der Altar entfernt und durch einen moderneren ersetzt. In den Jahren 1995 / 96 wurde der ursprüngliche Altar rekonstruiert und wieder in der Kirche aufgestellt.

Anschließend erfuhr die Kirche einschließlich des 52 Meter hohen Turmes bis 1999 eine weitere umfangreiche äußere und innere bauliche Sanierung.

Die Orgel mit 17 Registern und 1 400 Pfeifen ist ein Werk der Bautzener Firma Eule von 1899. Das gegenwärtige Geläut besteht aus drei Stahlglocken, die 1949 als Ersatz für die während des Zweiten Weltkrieges beschlagnahmten Bronzeglocken gegossen wurden.

Der Gottesacker war wohl schon im 17. Jahrhundert angelegt worden und stand ab 1765 unter der Schutzherrschaft des Rittergutsbesitzers von Milkwitz.

Die 1858 im neogotischen Stil errichtete Friedhofskapelle erhielt 1881 einen massiven Glockenturm und wird seit 1997 als Feierhalle genutzt. 1999 wurde für die Kapelle eine neue Glocke angeschafft.

Die Kirchgemeinde umfasst heute zehn der umliegenden Ortschaften und
zählt etwa 750 Mitglieder.

(Text und Fotos aus „Komm und sieh“, hrsg. vom Ev.-Luth. Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz, Lusatia Verlag, Bautzen, 2011)