4. Dezember

Holger Pötschke

Ich heiße Holger Pötschke. Aus dem Beruf des Modellbauers bin ich einst in die kirchliche Arbeit umgestiegen. Seit 1992 arbeite ich als Gemeindepädagoge in der Gemeinde Wilthen, jetzt zugehörig zum Gemeindebund Bautzener Oberland.

Das letzte Weihnachtsfest musste, wie jeder weiß, in sehr schwierigen Verhältnissen gefeiert werden. Da man sich nicht zu Gottesdiensten in den Kirchen versammeln durfte, entstand hier in Wilthen ein Weihnachtsweg mit 8 Stationen und einem Überraschungsabschluss an einem Stall mit den Krippenfiguren und echten Tieren. Der Weg wurde sehr gut angenommen und doch war das in gewissem Sinne nur eine Notlösung. Und hier ein kleiner Gedanke aus diesem Weihnachtsweg für den heutigen Tag, der ja auch eine Etappe auf dem Weg zu dem diesjährigen Weihnachtsfest ist:

Ich beziehe mich auf die Herbergssuche von Maria und Josef. Diese endete bekanntermaßen ebenfalls in einer Notlösung. Nur ein Stall, weit da war nichts perfekt und doch nahm die Geschichte ihren Lauf.

Eine Notlösungen anzubieten ist aber doch sehr viel mehr, als gar nichts zu machen. (Nur wer nichts macht, macht alles falsch.) Eine Notlösung braucht keine Perfektion aber doch Einsatz, Kreativität und vor allem das Herz am rechten Fleck.

Haben Sie nicht selbst schon gute Erfahrungen mit der einen oder anderen „Notlösung“ gemacht? Ich wünsche Ihnen den Mut zur „Notlösung“ auch gegen die Tendenzen zur Perfektion. Wir dürfen vertrauen, dass unser Gott damit schon was anfangen wird.